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Apostelgeschichte 2010 - Teil 5

Dienstag, 1. Mai 2007

Apostelgeschichte 2010

Jesus ist nicht mehr bei den Aposteln, aber was er gelehrt und gelebt hat, lebt in der christlichen Urgemeinde weiter. Petrus und Johannes müssen sich vor dem Hohen Rat verantworten, warum und wie sie den Gelähmten geheilt haben.

Apg 4.7-10

Sie stellten die beiden in die Mitte und fragten sie: Mit welcher Kraft oder in wessen Namen habt ihr das getan? Da sagte Petrus zu ihnen, erfüllt vom Heiligen Geist: Ihr Führer des Volkes und ihr Ältesten! Wenn wir heute wegen einer guten Tat an einem kranken Menschen darüber vernommen werden, durch wen er geheilt worden ist, so sollt ihr alle und das ganze Volk Israel wissen: im Namen Jesu Christi, des Nazoräers, den ihr gekreuzigt habt und den Gott von den Toten auferweckt hat. Durch ihn steht dieser Mann gesund vor euch.

Natürlich geht es in diesen Worten in erster Linie um die Verkündigung der Frohbotschaft. Aber da ist eine Kraft spürbar, die die Apostel im Namen Jesu außergewöhnliche Dinge tun lässt. Diese Kraft und das tiefe Vertrauen auf das, was im Namen Gottes möglich ist, zieht sich wie ein roter Faden durch die ganze Kirchengeschichte. Sie wird immer wieder sichtbar und spürbar in Menschen, die sich an den Werten und Haltungen orientieren, die Jesus uns vorgelebt hat. Franz von Assisi, Dieter Bonhoeffer, Mutter Teresa, Martin Luther… sind herausragende Beispiele dafür, was Menschen aus dieser Einstellung heraus bewirken können. Und es gab und gibt auch heute viele, die Tag für Tag aus diesem tiefen Gottvertrauen heraus viel Gutes bewirken. An einer anderen Stelle im 4. Kapitel heißt es:

Apg 4,32-35

Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele. Keiner nannte etwas von dem, was er hatte, sein Eigentum, sondern sie hatten alles gemeinsam. Mit großer Kraft legten die Apostel Zeugnis ab von der Auferstehung Jesu, des Herrn, und reiche Gnade ruhte auf ihnen allen. Es gab auch keinen unter ihnen, der Not litt. Denn alle, die Grundstücke oder Häuser besaßen, verkauften ihren Besitz, brachten den Erlös und legten ihn den Aposteln zu Füßen. Jedem wurde davon so viel zugeteilt, wie er nötig hatte.

Ein Herz und eine Seele, alles gehört allen, keiner leidet Not,… Da hat der Evangelist Lukas wohl einen Idealzustand geschildert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die christliche Urgemeinde aus lauter perfekten Menschen bestand.

Sie waren (hoffentlich) nicht immer einer Meinung. Aber vielleicht haben sich die Menschen damals mehr bemüht, auch andere Ansichten gelten zu lassen und haben erkannt, dass unterschiedliche Meinungen nicht unbedingt Fronten verhärten, sondern auch neue Perspektiven eröffnen können.

In der Gemeinde der Urchristen gab es keinen, der Not litt. Damals mussten die Witwen, Alten und Kranken versorgt werden. Viele dieser Aufgaben hat in unserer Gesellschaft der Staat übernommen, trotzdem stehen noch immer Menschen am Rand unserer Gesellschaft und wenn wir nicht blind durch die Welt gehen, bieten sich täglich Möglichkeiten, Not zu vermindern.

Was ich von diesem Text behalten möchte? Mit ein bisschen mehr Gottvertrauen und einer Orientierung an Jesus und seiner Sache können wir uns Einiges zutrauen und dem Idealbild der christlichen Urgemeinde ein Stück näher kommen.

Christine Scholz
Sie wurde wieder in den Pfarrgemeinderat
gewählt und arbeitet u.a.
bei der Firmvorbereitung mit.


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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