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Apostelgeschichte 2010 - Teil 18

Mittwoch, 1. Oktober 2008

Apostelgeschichte 2010

Auf seiner Missionsreise durch Griechenland kommt Paulus auch in die Hauptstadt Athen. Auf dem Areopag will er über „Evangelium“ und über seine Auferstehung predigen und den Glauben bei den Athenern erwecken. Aber was er dort auf dem Markt sagt, ist den Menschen zutiefst fremd.

Apg 17,18-20

Einige von den epikureischen und stoischen Philosophen diskutierten mit ihm, und manche sagten: Was will denn dieser Schwätzer? Andere aber: Es scheint ein Verkünder fremder Gottheiten zu sein. Er verkündete nämlich das Evangelium von Jesus und von der Auferstehung. Sie nahmen ihn mit, führten ihn zum Areopag und fragten: Können wir erfahren, was das für eine neue Lehre ist, die du vorträgst? Du bringst uns recht befremdliche Dinge zu Gehör. Wir wüssten gern, worum es sich handelt.

Paulus verurteilt nicht, was seinem Glauben widerspricht. Er macht sich nicht lustig über das, was er nicht nachvollziehen kann. Er verletzt nicht, was anderen heilig ist. Aber Paulus verschweigt auch nicht, wovon er zutiefst überzeugt ist. Er will die Menschen für den Glauben an Jesus Christus gewinnen.

Denn Paulus hat selber die Liebe Gottes erfahren und er wurde von Jesus bei seiner Bekehrung vor den Toren von Damaskus zutiefst im Herzen berührt. Er weiß, wer Gott ist und was er alles geben kann. Paulus möchte, dass auch andere Menschen diese einzigartige und wundervolle Erfahrung machen.

Auch heutzutage sind Menschen sehr schwer zu überzeugen, dass Gott existiert. Viele sind einfach der Meinung, dass sie Gott nicht brauchen, weil sie alles haben. Vielleicht lädt auch Sie dieser Text ein, sich zu fragen: Habe ich wirklich den inneren Frieden gefunden? Bin ich im Herzen voll Freude und Liebe? Wenn nicht, dann ist es an der Zeit, Gott zu suchen. Gott wartet darauf, dass wir ihn suchen. Er wartet jeden Tag auf uns, aber wir müssen ihn aus ganzem Herzen suchen, dann finden wir ihn und spüren seine grenzenlose Liebe für jeden einzelnen von uns.

Apg 17,22-25

Paulus stellte sich in die Mitte des Areopags und sagte: Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch. Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, er, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. Er lässt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche er etwas: er, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.

Es gibt einen Altar für einen unbekannten Gott, weil Gott verborgen ist. Auch die gebildeten Hörer des Paulus werden der Meinung gewesen sein: Der Mensch kann Gott nicht erkennen…

Aber Gott ist nicht unbekannt und verborgen. Die Zeit der Unwissenheit ist vorbei. Gott hat sich bekannt gemacht in dem Menschen Jesus. Gott ist Mensch geworden, weil er die Welt so sehr liebt.

Gott trägt das Leid der Welt und überwindet, was uns von ihm trennt. Er erweckt Jesus, den Gekreuzigten, vom Tod. Was alles hatte Jesus für uns leiden müssen, und trotzdem ertrug er seine Schmerzen und sagte betend zum Vater: Dein Wille geschehe und verzeihe den Menschen, sie wissen nicht, was sie tun. Gott hat dem Menschensohn ein großes Herz geschenkt um zu verzeihen.

In diesen Zusammenhang können wir auch sehen, dass Paulus den Athenern verzeihen konnte, die über ihn spotteten und sich über seinen Glauben lustig machten. So erlebe ich es manchmal: wenn sich Mitmenschen auch über meinen Glauben lustig machen.

Sie sagen, das alles ist nur Unsinn. Aber ich denke, wir dürfen wie Paulus im Glauben an Jesus Christus stark und mutig bleiben, unseren Glauben tiefer bekennen und dazu noch für die Menschen ganz fest beten, die über uns lachen oder nicht wissen, dass es einen wunderbaren Gott gibt.

Apg 17,27-28

Die Menschen sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist er fern. Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.

Gott hat uns Menschen so geschaffen, dass wir ihn suchen, ihn erfahren wollen, uns nach ihm sehnen. „Denn er ist ja jedem einzelnen von uns nicht fern.“ Der heilige Augustinus betete immer so: „Du selbst, Gott, bist es, der dem Menschen die Freude schenkt, dich zu loben; denn für dich hast du uns geschaffen. Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe in dir findet.“

Jedes Leben und die ganze Welt ist seine Schöpfung. Je tiefer wir die Welt und das Leben verstehen, umso tiefer ist auch unsere Ehrfurcht vor Gott und unsere Sehnsucht nach Gott. Eines sollte uns klar sein, dass niemand Gott kennenlernen kann, ohne die Liebe zu erlernen.

Sherin Aratil
studiert Wirtschaftberatung an einer Fachhochschule,
lebt seit 13 Jahren in Aspern


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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