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Apostelgeschichte 2010 - Teil 21

Donnerstag, 1. Jänner 2009

Apostelgeschichte 2010

Die Apostelgeschichte ist für mich eines der Bücher in der Bibel, das spannend, packend, lebensnah, nachvollziehbar und in weiten Bereichen erlebbar ist. In diesem Sinne hört für mich die Apostelgeschichte nicht auf. Sie ist von Frauen und Männern weitergeschrieben worden, die mit dem lebendigen Gott etwas erlebt haben, die mit Jesus ihrem Herrn und Heiland in enger Beziehung gelebt haben, die sich vom Heiligen Geist führen und leiten ließen und sich für die Sache Gottes eingesetzt haben und so Zeichen und Wunder erlebt haben. Und diese Apostelgeschichte, liebe Leserin, lieber Leser, kann mit jedem von uns weitergeschrieben werden, wenn wir uns darauf einlassen.

nach Apg 20

Der Apostel Paulus befindet sich auf seiner dritten Missionsreise. Er ist von Ephesus aufgebrochen, hat der Gemeinde Mut zugesprochen und ist nach Mazedonien weitergereist, um die dortigen Gemeinden zu besuchen. Auf dem Weg zum Ziel seiner Reiseroute geht er nach Griechenland, wo er 3 Monate verbringt. Retour geht es dann zuerst am Landweg bis Philippi in Mazedonien und dann auf dem Seeweg bis Troas in Kleinasien.

Den letzten Abend vor seiner Weiterreise verbringt Paulus in der Gemeinde. Während seiner langanhaltenden Rede fällt ein junger Mann, der im Fenster sitzend eingeschlafen ist, aus dem 3. Stockwerk. Er ist sofort tot. Paulus läuft hinunter, wirft sich über den jungen Mann, hält ihn und sagt: „Beunruhigt euch nicht: Er lebt!“(Apg 20,10b) Paulus geht dann wieder hinauf und spricht mit ihnen bis in die Morgenstunden. Dann verlässt er sie, um seine Reise fortzusetzen. Der junge Mann aber steht vollkommen gesund wieder auf und die Gemeinde ist mit viel Zuversicht beschenkt. .

In Zeiten wie diesen ist die Mobilität so hoch ist wie noch nie. Lassen wir uns von Gott auf unseren Reisen benutzen? Sei es durch unser Lebenszeugnis, durch ein liebes Wort, eine Grußkarte, durch die Zeit des Zuhörens, um mit jemandem zu reden, ein Gebet für eine Person, die es gerade braucht, dass sie die Liebe Gottes spüren und erleben darf, …

Vor ein paar Jahren habe ich eine Jugendgruppe aus Hirschstetten mit dem Bus zu einem Teenagerkongress nach Deutschland gefahren. Parallel zu der Hauptveranstaltung hat auch eine Fürbittekonferenz mit ca. 800 Teilnehmern stattgefunden. An einem Abend hat Gott mir durch seinen Heiligen Geist ein Wort der Erkenntnis geschenkt. Ein Wort der Erkenntnis ist eine Äußerung, die von Gott inspiriert und von einer Person ausgesprochen wird. Es ist eine Einsicht in Dinge, die wir nicht wissen können, die uns „von Gott geschenkt sind“. Ich habe das Wort empfangen: „dass sich unter uns eine Person befindet, die nach einem Unfall starke Schmerzen im linken Bein hat. Gott möchte heute diese Person anrühren.“ Nachdem ich das von vorne übers Mikro ausgesprochen hatte, ist ein junger Mann aus den letzten Reihen aufgestanden und nach vorne gegangen. Das hat jeder in der Halle gehört. Der Mann hat eine Lederjacke mit vielen Ketten, eine Lederhose und Stiefel getragen und der linke Fuß ist kürzer gewesen. So ist er bei jedem Schritt eingeknickt und die Ketten haben gerasselt.

Der junge Mann hat uns erklärt, dass er einen schweren Motorradunfall gehabt hat und mehrmals operiert worden ist. Er hat seit diesem Zeitpunkt ständig Schmerzen im Knie gehabt. Die Verantwortlichen für die Fürbittekonferenz haben mich aufgefordert auf der Bühne für den jungen Mann zu beten, denn wenn der Herr ankündigt etwas zu tun, dann können sich auch alle mitfreuen wenn er es tut. Also habe ich die beiden Beine hochgenommen. Der Län- genunterschied von ca. 3 cm ist deutlich erkennbar gewesen. Und als ich da begon- nen habe zu beten, sind mir neben den Gedanken, dass der Herr hier etwas tut auch Gedanken gekommen, wie peinlich die Situation wird wenn nichts passiert. Ich habe mich gefragt, ob ich mir das Ganze nur eingebildet habe. Doch das habe ich nicht, denn ich habe die Stimme des Heiligen Geistes schon zu gut gekannt. Durch das zweite Mikro habe ich einen Leiter voll Begeisterung sagen hören: „Seht her, das Bein wächst nach!“ In diesem Moment habe ich gewusst, dass ich mich nicht verhört habe und Gott keine halben Sachen macht. Ich habe für vollständige Wieder- herstellung gebetet und das Bein ist gleich lang geworden. Drei Tage später ist die Abschlussveranstaltung vom Kongress mit mehreren tausend Teilnehmern gewesen. Und unser junger Mann ist gegangen, ja fast auf die Bühne gelaufen und hat erzählt, was ihm alles durch das Gebet passiert ist. Er hat als Antwort auf Gottes Eingreifen in seinem Leben, sein Herz Jesus geschenkt und ihn gebeten, ab nun die Führung zu übernehmen. Dies hat mir persönlich aufgezeigt, dass es Zeichen und Wunder mitten unter uns geben kann, wenn wir uns darauf einlassen. Gott verfolgt damit ein großes Ziel: Sie sollen beitragen, Menschen für Jesus den Retter und Herrn zu gewinnen. Dabei ist es egal wie nah oder wie weit Sie von ihm weg sind. Er will eine ehrliche und persönliche Beziehung.

nach Apg 20

Der Apostel Paulus ist bei seiner Weiterreise über Assos, Mitylene und Samos nach Milet gekommen, wo er der Gemeinde und den Ältesten aus Ephesus eine Abschiedsrede hält. Er ist sich im Herzen sicher, dass er die ihm lieb gewordenen Freunde, für die er sich im Gebet jahrelang eingesetzt hat, nie mehr sehen wird. Er fasst es zusammen in seinem Vermächtnis: „Und jetzt vertraue ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade an, das die Kraft hat, aufzubauen und das Erbe in der Gemeinschaft der Geheiligten zu verleihen.“ (Apg 20,32)

Ing. Manfred Dunkl
Lebens- und Sozialberater in Ausbildung und Supervision
evangelischer Christ in St. Katharina und
engagiert für die Ökumene


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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