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Apostelgeschichte 2010 - Teil 9

Donnerstag, 1. November 2007

Apostelgeschichte 2010

Nach der Steinigung des Stephanus (Apg 7,54-8,1 a – in der Oktoberausgabe kommentiert) wurde die Gemeinde in Jerusalem verfolgt und zerstreut. Nur die Apostel konnten in Jerusalem bleiben (Apg 8,1 b-3). Die brutale Verfolgung und Zerstreuung der jungen Gemeinde führte aber zur Gründung von Gemeinden bis weit außerhalb von Jerusalem. Misserfolge können zum guten Boden werden, Neues zu wagen und einen Neuanfang zu beginnen. Neue Lebensräume öffnen neue Glaubensräume.

So erzählt Apg 8,4-13 von Philippus, der als Missionar in Samaria wirkt und dort tauft. Unter den Getauften war auch ein gewisser Simon, der mit Zauberei sein Unwesen trieb (Apg 8,4-13). Der Name Simon weist darauf hin, dass er Jude war. Danach wird Philippus auf Weisung eines Engels zu einem Äthiopier, einem Hofbeamten der äthiopischen Königin, geschickt, der zum Gebet in Jerusalem und nun in der Nähe der Stadt Gaza auf dem Heimweg war (Apg 8,26-40). Der Hofbeamte las gerade den Propheten Jesaja. Philippus fragte ihn, ob er denn auch verstehe, was er da liest, was der Äthiopier mit dem Hinweis verneinte, dass ihm keiner das Gelesene erklärte. Nachdem ihm Philippus eines der sogenannten Knecht-Gottes-Lieder aus dem Prophetenbuch (Jes 53,7f) auf Jesus hin ausgelegt hatte, bat der Kämmerer den Philippus um die Taufe.

Apg 8,1b-8

An jenem Tag brach eine schwere Verfolgung über die Kirche in Jerusalem herein. Alle wurden in die Gegenden von Judäa und Samarien zerstreut, mit Ausnahme der Apostel. Fromme Männer bestatteten Stephanus und hielten eine große Totenklage für ihn. Saulus aber versuchte die Kirche zu vernichten; er drang in die Häuser ein, schleppte Männer und Frauen fort und lieferte sie ins Gefängnis ein. Die Gläubigen, die zerstreut worden waren, zogen umher und verkündeten das Wort. Philippus aber kam in die Hauptstadt Samariens hinab und verkündigte dort Christus. Und die Menge achtete einmütig auf die Worte des Philippus; sie hörten zu und sahen die Wunder, die er tat. Denn aus vielen Besessenen fuhren unter lautem Geschrei die unreinen Geister aus; auch viele Lahme und Krüppel wurden geheilt. So herrschte große Freude in jener Stadt.

Empfangt das Wort Gottes und lebt danachAm 8. September hat Papst Benedikt XVI. in Mariazell den Pfarrgemeinden eine Apostelgeschichte überreicht - stellvertretend für die Erzdiözese Wien empfing Dip.-Ing. Michael Wildmann aus der Pfarre Ober St. Veit dieses Buch aus der Hand des Papstes. „Empfangt das Wort Gottes und lebt danach; richtet Euch wie Maria daran aus, wenn Ihr Euren Auftrag, den Ihr durch Eure Wahl erhalten habt, erfüllt: in der Familie, am Arbeitsplatz und in der christlichen Gemeinde… Schreibt die Apostelgeschichte durch Euer Leben weiter!“

Im Kommentar zu dieser Apostelgeschichte schreibt Dr. Wolfgang Müller, der Sprecher der österreichischen Pfarrgemeinderatsreferentlnnen: „Was auch dazwischen kommt, hilft mitten im Scheitern, das Evangelium zu verbreiten. Die Botschaft überspringt alle Grenzen. Sorglos wird verkündet und weitergezogen, das Weitere bleibt Gott überlassen. Manchmal ein Besuch, ein Brief. Es entstehen Gemeinschaften. Sie hören gemeinsam auf die Botschaft, beten und brechen das Brot (vgl. Apg 2,42) – miteinander in der Eucharistie, für andere im caritativen Dienst.

Die Geschichte geht weiter, weil das Evangelium weitergeht. Von Generation zu Generation und von Mensch zu Mensch. Es gibt Lebensräumen neue Gestalt und öffnet unerwartete Räume des Glaubens. Menschengeschichten sind Gottesgeschichten. Gott ereignet sich heute. Fürchte Dich nicht.“ Angeregt durch diesen Kommentar und die Erfahrungen der Urkirche wollen wir im Pfarrgemeinderat – von Sitzung zu Sitzung - unsere Apostelgeschichte weiterschreiben.

Georg Stockert
Pfarrer


Apostelgeschichte 2010 - Teil 1

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